Nr. 119
2/2013

Liebe Eltern, liebe Freunde!

„Was ist heute zu tun – Gott zur Ehre und den Menschen zu Nutzen?“ Diese Frage machte der Namensgeber unserer Schule, August Hermann Francke, zu seinem Lebensmotto, und diese Frage empfahl auch Bundespräsident Joachim Gauck am 23. März in seinem Festvortrag zum 350. Geburtstag Franckes den Deutschen. „Es gibt wenige Persönlichkeiten, die nicht nur so produktiv, so zukunftsweisend, so fromm und dann noch so global und bis heute für jede Innovation inspirierend gehandelt haben“ wie Francke, so Gauck. „In einer Zeit gewisser Gottvergessenheit“ sei es zudem wichtig, Franckes Erkenntnis wachzuhalten, dass menschliches Handeln viel bewirken könne, das praktische Gelingen aber in Gottes Hand liege.

Auch wir wollen das Jubiläum zum Anlass nehmen, in unserer pädagogischen Rubrik „Akzente“ wieder einmal an Leben und Wirken August Hermann Franckes zu erinnern, nach dem unsere Schule vor über 33 Jahren ja nicht ohne Grund benannt wurde. Daneben finden Sie in dieser Ausgabe des Magazins – und auf der dazugehörigen Micropage magazin.ahfs-gi.de – wie gewohnt ein buntes Kaleidoskop von Berichten aus dem Schulleben der letzten Monate.

Für die bevorstehende Ferienzeit wünsche ich Ihnen Gottes Segen und gute Erholung!

L. Jost <br>(Schulleiter der AHF-Schule)
L. Jost
(Schulleiter der AHF-Schule)

Du darfst Gott erzählen, wie groß deine Probleme sind …

Immer gab es Feinde. Immer gab es Krieg. Und oft war das Volk der Israeliten in der Unterzahl. Ihre Heere waren kleiner und schlechter ausgerüstet als die Heere der Gegner. Einmal hatten es die Israeliten sogar mit einer großen Koalition zu tun aus Moabitern und Ammonitern und Meunitern. Da konnten die Israeliten einpacken. Doch was tat der König? Er rief das Volk in den Vorhof des Tempels und sprach für sie und mit ihnen ein großes Bittgebet. Es gipfelte in dem Satz:

„Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.“ (2. Chronik 20, 12)

Und das Wunder geschah. Der Krieg wurde gewonnen. Von einem Heer, das so viel Zuversicht ausstrahlte, dass schon allein dadurch die Feinde in Panik gerieten.

Wie oft spreche ich ein ähnliches Gebet. Denn immer wieder gerate ich in ausweglose Situationen. Stehe vor Fragen, auf die ich keine Antwort weiß. Vor Problemen, die ich nicht lösen kann. Ich allein. Wir als christliche Gemeinde. Wir als Gemeinschaft aller Menschen auf dieser Erde.
Wir wollen dieses Gebet immer wieder beten. Allein und gemeinsam. Wir wollen unseren Augen befehlen, nicht länger auf die Probleme zu starren, sondern sich auf Gott zu richten. Den großen und gnädigen Gott. Auf den Schöpfer und den Erlöser. Oft denke ich an diese afrikanische Weisheit:

„Du darfst Gott erzählen, wie groß deine Probleme sind. Aber dann musst du deinen Problemen erzählen, wie groß Gott ist.“

Die Israeliten damals zogen am Ende mit Psalter, Harfen und Trompeten in Jerusalem ein. Wir werden am Ende in Gottes Himmel einziehen, weil er spätestens am Ende alles gut macht. Weil er spätestens am Ende alles zurechtbringt.
Doch schon heute hält er unsere Hand und geht mit uns seinen guten Weg. Das macht Mut. Das gibt Kraft. Das vermittelt Zuversicht.

Jürgen Werth

(Mit freundlicher Genehmigung aus dem ERF-Magazin Antenne 5–6/2012, S.3)

Jürgen Werth ist Vorstandsvorsitzender <br>von ERF Medien, Moderator, Autor und Liedermacher. <br>
Jürgen Werth ist Vorstandsvorsitzender
von ERF Medien, Moderator, Autor und Liedermacher.

Der Schul-Revolutionär: Was August Hermann Francke in Bildung & Mission bewirkte

Am 22. März jährte sich der Geburtstag des Theologen und Pädagogen August Hermann Francke (1663–1727) zum 350. Mal. Von Glaucha bei Halle in der preußischen Provinz aus veränderten seine Reformen die Gesellschaft. Viele seiner Initiativen wirken bis heute fort. Der Francke-Kenner Michael Kotsch fasst dessen Lebenswerk zusammen.

Der junge August Hermann hätte sich wohl kaum träumen lassen, ein ganz außergewöhnliches Leben zu führen. Nie hatte er genügend Geld, und trotzdem schuf er Organisationen, die bis heute Bestand haben. Viele einflussreiche Leute standen ihm kritisch gegenüber, und doch beeinflussten seine Ideen eine ganze Generation. Nicht umsonst haben sich inzwischen mehrere christliche Bekenntnisschulen nach ihm benannt, z.B. in Hamburg, Berlin, Gießen und Detmold.

Ein talentierter Schüler

Franckes Eltern gehörten zur Lübecker Oberschicht. August Hermann erwies sich als ein talentierter Schüler. Bereits mit 16 Jahren kam er an die Universität nach Erfurt. In kurzer Zeit lernte er Latein, Griechisch, Hebräisch, Englisch, Französisch und Italienisch. Mit 21 Jahren hatte er bereits den Magistergrad der Universität Leipzig und begann, selber akademische Veranstaltungen zu halten (1686).

Der innere durchbruch

Franckes Glaubensleben verlief anfangs recht traditionell. Während eines Gemeindepraktikums in Lüneburg erlebte er eine Phase tiefer Zweifel. Plötzlich war er sich nicht mehr sicher, welcher Religion er wirklich vertrauen könnte. Während der Vorbereitungen für eine Predigt über Johannes 20,31 erlebte Francke einen inneren Durchbruch. Plötzlich war er von der Wahrheit der Bibel und der Glaubwürdigkeit Jesu überzeugt, nicht durch intellektuelle Bemühungen, sondern durch einen übernatürlichen Eindruck Gottes - so empfand es Francke zumindest.

Dienst in einem sozialen Brennpunkt

Nachdem ihm klar geworden war, dass Ansehen, Reichtum und Anerkennung höchstens zweitrangig waren und keinesfalls als Lebenssinn taugten, wollte er seine Existenz ganz in den Dienst Gottes stellen. Schließlich wurde Francke durch Vermittlung des pietistischen Patriarchen Philipp Jakob Spener (1635–1705) als Professor für orientalische Sprachen an die neu gegründete Universität nach Halle an der Saale berufen (1691). Parallel dazu bekam er das Pfarramt der St.-Georgen-Kirche in Glaucha – einer Vorstadt Halles – übertragen. Seine Vorgänger im Amt wurden wegen Unmoral und fortgesetzter Trunkenheit aus dem Dienst entlassen. Jedes 5. Haus des Ortes war eine Schnapsbrennerei oder eine Kneipe. Die Gottesdienste wurden kaum besucht. Schon Kinder und Jugendliche betranken sich. Man würde Glaucha heute wohl einen sozialen Brennpunkt nennen.

Eine Schulstadt entsteht

Nach viel Gebet und einer kleinen Spende von 4 Talern und 16 Groschen entschied sich Francke, eine Schule aufzubauen (1695). Schon bald eröffnete er ein dazugehöriges Internat, um die Kinder nach dem Unterricht nicht in ihre häufig zerrütteten Familien zurückkehren lassen zu müssen. Die Schule war ein ungeahnter Erfolg. Weitere Häuser mussten gekauft und gebaut werden. Obwohl ausschließlich durch Spenden finanziert, wuchs die Schule in rasantem Tempo, sodass vor den Toren Halles eine Schulstadt entstand. Dazu gehörten eine Druckerei, Handwerksbetriebe, ein Bauernhof, die von Canstein’sche Bibelgesellschaft, ein Observatorium, eine Apotheke, deren neue Produkte in ganz Deutschland verkauft wurden, ein Lehrerseminar und ein Zentrum für Weltmission. Durch die Einführung neuartiger Druckverfahren trug er wesentlich zu Verbilligung und Verbreitung deutscher Bibelausgaben bei.

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Der Schul-Revolutionär: Was August Hermann Francke in Bildung & Mission bewirkte

Eine Schulstadt entsteht

Francke gründete die bis heute erscheinende „Hallesche Zeitung“ und die weltweit erste evangelische Missionsgesellschaft. Mit dem berühmten Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) entwarf er Pläne zur Missionierung Chinas.

Spenden zur rechten Zeit

Im Gegensatz zu heutigen christlichen Bekenntnisschulen, die größtenteils vom Staat finanziert werden, verfügte Francke über keinen festen Geldgeber. Doch auch ohne Bettelbriefe kamen die nötigen Finanzen und Sachspenden jeweils zur rechten Zeit. Franckes Anstalten motivierten Jahre später Georg Müller (1805–1898), allein im Vertrauen auf Gottes Versorgung ein ähnliches Waisenhaus im englischen Bristol zu gründen. Auch Johannes Daniel Falk (1768–1826) in Weimar und Johann Hinrich Wichern (1808–1881) in Hamburg ließen sich im 19. Jahrhundert bei der Gründung ihrer Rettungshäuser von Francke inspirieren.

Franckes pädagogisches Konzept

„Lernen - Verstehen - Tun“ ist ein wichtiger Dreiklang in Franckes Pädagogik. Besonders intensiv lernen Kinder laut Francke durch eigene Erfahrungen. Erfolge und Fehler sollten ihnen helfen, sich zukünftig besser zu verhalten. Alles intellektuell Gelernte solle angewandt werden, um in Erinnerung zu bleiben und für das Leben fruchtbar zu werden.

Individuelle Förderung

Die Fächer konnten sich die Schüler nach ihrer individuellen Begabung wählen. Außerdem wurden sie in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten, so dass jeder nach seinen Fähigkeiten gefordert werden konnte. So versuchte Francke, auch der unterschiedlichen Lerngeschwindigkeit seiner Schüler Rechnung zu tragen. In seiner Erkenntnis dieser Individualität des Kindes und seinen verschiedenen Lebensphasen ist Francke seiner Zeit weit voraus.

Manches klingt heute seltsam

Manche Regeln an Franckes Schulen klingen heute allerdings reichlich seltsam. So füllte er jede Minute der Schüler mit Aktivitäten, damit keiner aus Langeweile auf dumme Ideen kommen konnte. An den Türen der Schlafräume ließ er Gucklöcher anbringen, damit die Erzieher ihre Zöglinge jederzeit im Auge behalten konnten.

Berühmte Schüler

Die meisten Schüler behielten trotz allem ihre Zeit in Halle in guter Erinnerung. Viele übernahmen Franckes Ideale und setzten sie in ihrem eigenen Leben um, wie Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1700–1760), der Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine. Franckes Schüler Johann Julius Hecker gründete in Berlin die erste moderne Realschule (1747), die von Friedrich dem Großen zum Modell für ganz Preußen genommen wurde. Schon 1717 führte Friedrich Wilhelm I. unter Franckes Einfluss die Schulpflicht ein.

Die Francke’schen Stiftungen heute

Beim Tod August Hermann Franckes 1727 wurden in seiner Schulstadt rund 2400 Schüler von 160 Lehrern unterrichtet. Zwar gingen die Sorgen und Moden der Zeiten auch nicht spurlos an den Francke’schen Anstalten vorbei, ruiniert wurden sie aber erst durch den zermürbenden Druck des Sozialismus in der DDR. Franckes vielfältige Leistungen nötigen jedem Interessierten bis heute Bewunderung ab, obwohl sich selbstverständlich nicht alle Prinzipien seiner Pädagogik unmittelbar ins 21. Jahrhundert übertragen lassen. In Halle erinnern heute nicht nur Straßennamen an den rührigen Pietisten, sondern vor allem die seit 1989 weitgehend sanierten und erneut mit Leben erfüllten Francke’schen Stiftungen.

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Der Schul-Revolutionär: Was August Hermann Francke in Bildung & Mission bewirkte

Ein innovativer Konservativer

Zu seiner Zeit gehörte Francke zu den innovativsten und gleichzeitig zu den konservativ-bibelorientierten Christen. Eines seiner wichtigsten Anliegen war die Verbreitung der Bibel und die Bekehrung der Menschen. Darin sah er die Grundlage zu einer wirklichen und dauerhaften Erneuerung der Gesellschaft. Menschen wie Francke könnte die Kirche heute dringend benötigen.

(Mit freundlicher Genehmigung aus ideaSpektrum 12/2013, S. 22f.)
Mehr unter www.idea.de

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August Hermann Francke. Pädagoge und Reformer
Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg
ISBN 978-3-89436-834-0
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Dienstjubiläen an der AHFS

Aufbauleistungen haben sie vollbracht - die Mitarbeiter/-innen der AHFS, die Anfang März im Kreis ihrer Kolleg/-innen für bis zu 30-jährige Tätigkeit geehrt wurden.

1980 war die Schule gegründet worden, und seit August 1982 ist Harald Kronenberger hier tätig. Damals hatte die AHFS erst sechs Schulklassen, und von den heute am Klingelbachweg genutzten Schulgebäuden war noch nicht viel zu sehen. In den Fächern Biologie und Sport prägte Kronenberger mehr als eine Generation von Kindern und Jugendlichen, und der Fachbereich Biologie stand viele Jahre unter seiner Leitung. Seit Sommer 1999 ist er stellvertretender Schulleiter, und Lothar Jost, der Leiter der Schule, drückte seinen tiefen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus.

Des Weiteren wurde Sabine Reichenbach geehrt, Lehrerin für Deutsch und Geschichte, die sowohl in der gymnasialen Mittel- und Oberstufe als auch in der Realschule unterrichtet. Reichenbach steht dem Fachbereich Deutsch vor und ist als Schulkoordinatorin für die Bildungsstandards tätig. Wie sie nahm die Sprachenlehrerin Christel Vormann vor 25 Jahren ihre Arbeit an der AHFS auf. Als Französischlehrerin leitete sie mehrere Jahre den Austausch mit einer frankophonen Schule im Wallis. Schwerpunktmäßig arbeitet Vormann in den unteren Klassen des Gymnasiums und unterrichtet dort auch Englisch.

Vor 20 Jahren begann die Mitarbeit von Sigrun Kronenberger. Sie unterrichtet in der Grundschule viele Fächer, erweiterte dort das Angebot im Bereich Sport um die Motopädagogik (zur Verbesserung von Körperwahrnehmung und Gleichgewichtssinn) und leitet seit November 2007 die Grundschule als Stufenleiterin. Für ebenfalls 20-jährige Mitarbeit wurde Kiflom Ghebrezgiabher ausgezeichnet. Nach seiner zunächst assistierenden Tätigkeit beim Hausmeister übernahm er im Lauf der Jahre weitere Aufgaben und ist nun für die Koordination von über zehn Reinigungskräften verantwortlich.

Weitere Mitarbeiter der Schule, die seit 20 oder 10 Jahren dazugehören, sind Susanne Engel, Alesa Burggraf, Andreas Brückmann, Günter Freischlad, Constanze Steinmüller, Sabine Schieber, Joachim Thies, Michael Schneider und Sabine Roßkopf-Hollnagel.

Im Rahmen der Feierstunde, die mit einem festlichen Essen abschloss, würdigte Schulleiter Jost jede der 14 Personen einzeln und dankte zusammen mit dem Schulträger für die engagierte Mitarbeit. Alle Jubilare erhielten ein Präsent, Blumen und eine Gratifikation.

Aktion

FIRST Lego League

Ein kleiner Roboter rollt durch einen spielfeldähnlichen Parcours und erledigt zielgerichtet genau ... > zum Artikel

Konzert

Eine bunte Mischung unterschiedlicher Vorführungen erlebten die Besucher bei der Abendveranstaltung der ... > zum Artikel

Berufsorientierung

In der Oberstufe der AHFS werden vielfältige Themen zur Berufs- und Studienorientierung behandelt ... > zum Artikel

Internet

Das Internet bietet viele Vorzüge und kaum einer kann sich die Welt noch ohne digitale Medien vorstellen ... > zum Artikel

Schülerinnen experimentierten

Im Gießener Raum gibt es nicht nur pfiffige junge Köpfe, sondern auch tüchtige. Dies bewies die erneut rege ... > zum Artikel

Rumänien

Einen Teil der Osterferien in einem besonders armen Teil Europas verbringen - das möchten sicher nicht viele Jugendliche ...
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Schulfassade

Spielende Kinder am stark befahrenen Schiffenberger Weg? Glücklicherweise sind es nur Umrisse von Kindern, die sich in bunten Farben auf einer  ... > zum Artikel

LQ-Schulung

Gutes zu tun und dabei besonders an die Jugend zu denken - das hat sich die Service-Organisation Lions Club auf ihre Fahnen geschrieben ... > zum Artikel

Niederlande

Vom 8. bis 15. April besuchten 13 Schüler/ -innen der AHFS-Gymnasialklassen 9 ihre ...
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Hawks

In der Winterhallenrunde des Hessischen Baseball- und Softball-Verbandes errang die ... > zum Artikel

OAK

In den neuen Oberstufenarbeitskreis (OAK) wurden gewählt ... > zum Artikel

Schüler hauchen Robotern Leben ein

FIRST Lego League an der AHFS

Ein kleiner Roboter rollt durch einen spielfeldähnlichen Parcours und erledigt zielgerichtet genau die Aufgaben, für die er vorher programmiert wurde. Er kann Farben erkennen, wichtige Gerätschaften in Bewegung setzen oder einen Plastikball durch einen aufgehängten Ring werfen - und all das haben Dreizehnjährige ihm beigebracht, indem sie die Maschine für diesen geplanten Einsatz zusammengebaut und am Computer programmiert haben.

So geschieht es wöchentlich an der AHFS in der Arbeitsgemeinschaft von Stefan Heckel. Der Lehrer hat eine Gruppe von Siebt- und Achtklässler/-innen gesammelt und mit der nötigen Ausstattung für ihre technische Experimentierfreude versorgt. Das Ausgangsmaterial für die „FIRST Lego League“ stammt tatsächlich aus dem Legokasten. Die schlichten Kunststoffquader und Lochbalken werden ergänzt durch einen besonderen Legostein, den programmierbaren NXT-Stein, sowie durch Motoren, Zahnräder und Sensoren des Mindstorms-Systems.

Forschungsauftrag: „Grüne Stadt“

In der nachmittags stattfindenden AG bereiten sich ca. 15 Schüler/-innen auf die Teilnahme am nächsten Wettbewerb der „FIRST Lego League“ vor, indem sie sich unterschiedlichen Aufgaben stellen, die auf einem großen ebenen Spielfeld an und mit Legoteilen erledigt werden. FIRST (For Interest and Recognition of Science and Technology) ist eine nichtkommerzielle Organisation, die bei Kindern und Jugendlichen die Freude am Experimentieren sowie das technische Verständnis fördern will.

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Lehrer Stefan Heckel berät beim Programmieren des Roboters
Lehrer Stefan Heckel berät beim Programmieren des Roboters

Schüler hauchen Robotern Leben ein

Jährlich wird unter einem anderen Motto ein Parcours entwickelt, um im kleinen Maßstab an Herausforderungen des menschlichen Lebens zu arbeiten. So gab es schon Aufgaben aus den Bereichen Lebensmittelsicherheit oder Bedrohung der Weltmeere; beim diesjährigen Bildungsprogramm versetzten sich die Schüler/-innen in Alltagsprobleme von älteren Menschen und erarbeiteten Lösungen für die speziellen Herausforderungen des Seniorenalltages. Der von den Schüler/-innen programmierte Lego-Roboter kann beispielsweise in der Modellwohnung den Herd überwachen und ggf. ausschalten, wenn er angelassen wurde. An einem weiteren Spielfeld werden die Teilnehmer/ -innen der Lego-AG an einem Windpark arbeiten oder lassen den Roboter ein Solardach installieren, denn auch zu den Energieproblemen der Zukunft gibt es einen Forschungsauftrag - die „Grüne Stadt“.

Teamgeist

Ermöglicht wurde diese besondere Art des Lernens durch die großzügigen Spenden der Gießener Firma Werth Messtechnik sowie des Backformenherstellers Städter aus dem Lumdatal. Denn die Ausrüstung, beginnend mit dem kompakten und dennoch leistungsfähigen Roboter, ist teuer. Aber die Schüler/-innen gehen geschickt mit der technischen Ausstattung um, und die Ernsthaftigkeit, mit der sie sich nach dem regulären Unterricht der AG widmen, überrascht genauso wie ihr gemeinsamer Spaß am Experimentieren. Hier kann nichts alleine erledigt werden; der Grundgedanke einer Mannschaft, die etwas anpackt, ist an jedem Arbeitsplatz zu sehen: Bauen, Programmieren und Forschen - bei der „FIRST Lego League“ geschieht alles im Team.
Schüler bauen aus dem Legokasten neue Bedienelemente zusammen
Schüler bauen aus dem Legokasten neue Bedienelemente zusammen

Musikalische Talente zeigten ihr Können

Eine bunte Mischung unterschiedlicher Vorführungen erlebten die Besucher bei der Abendveranstaltung der AHFS, die unter dem Thema „Musikalische Momente“ stand. Verschiedene Epochen der Musikgeschichte wurden abgedeckt, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Die Zuhörer erlebten gekonnte Darbietungen von Solisten wie Walter Leimann (8a), der am Klavier Franz Schubert interpretierte, Jane Schrötlin (7Rb) am gleichen Instrument mit einer selbst komponierten Improvisation und Eyleen Matejec (6a), die mit ihrem präzisen Geigenspiel beeindruckte. Klassische Musik boten auch die Streicher unter der Leitung von Werner Schadwald; das saubere Spiel der Instrumentalisten gefiel bei einer Sonate von Boismortier ebenso wie beim anspruchsvollen Flötenkonzert von Giovanni Pergolesi, wobei Valerie Bonn und Dana Diehl (10b) als tolles Querflöten-Duo ergänzten. Daniel Bay (5a), der jüngste Solist des Abends, bekam viel Applaus für das Singen eines Gebetsliedes; sein souveränes Auftreten beeindruckte genauso wie seine Gitarrenbegleitung zu einer kräftigen und klaren Stimme.

Begeisternde Auftritte

Die zahlreich gekommenen Gäste bekamen auch einiges fürs Auge geboten, denn es gab verschiedene Tanzvorführungen: Schülerinnen der 7. und 9. Klasse zeigten einen jüdischen Tanz zu beschwingter Weise, und die gefühlvolle Gesangsinterpretation des Liedes „Once upon a December“ von Elena Pollmann (8b) wurde von tanzenden Schülerinnen begleitet. Schwungvoll war auch der Auftritt des Mittelstufenchores, denn die Lieder mit zumeist christlichem Text begeisterten das Publikum durch den rhythmischen Vortrag. Titel wie das fröhliche „Have a nice day“ hatte Musiklehrerin Eszter Guttmann mit den Kindern eingeübt. Einen anderen Musikstil hatte der Oberstufenchor unter Leitung von Martin Geck im Programm: Es wurden unter anderem lupenrein gesungene Gospels geboten.

Talente fördern

Insgesamt waren viele Schülerinnen und Schüler am Programm beteiligt, nachdem sie sich vor Monaten im Rahmen eines Castings dafür angemeldet hatten. Schulleiter Lothar Jost zeigte sich glücklich darüber, dass es trotz des Vorwurfs, Kinder und Jugendliche ließen sich nur berieseln, viele Schüler gebe, die ihre Talente entwickelten. Dieser Abend sei geeignet zu zeigen, wie junge Leute durch engagiertes Üben und dennoch fröhlich ein ambitioniertes künstlerisches Programm zuwege brächten.

Mittelstufenensemble
Mittelstufenensemble

Veranstaltungen zur Berufs- und Studienorientierung

In der Oberstufe der AHFS werden vielfältige Themen zur Berufs- und Studienorientierung behandelt, und zwar in den Fächern Methoden- und Sozialkompetenz (während der drei Jahre) und Berufsorientierung (in der Einführungsphase). Hinzu kommen Exkursionen zu entsprechenden Einrichtungen und Besuche externer Referenten an unserer Schule.

So war in diesem Schuljahr Dipl.-Psych. Hanna Rindfleisch, Studienberaterin der Zentralen Studienberatung der Justus-Liebig-Universität Gießen, an der AHFS zu Gast. Sie hielt einen Vortrag über Studienwahl, Studienvoraussetzungen (Hochschulzugangsberechtigung, Eignungsprüfung, Sprachvoraussetzungen, Vorpraktikum), Bewerbungs- und Zulassungsverfahren (Zulassungsbeschränkungen, Auswahlkriterien). Anschließend gab es die Möglichkeit für Rückfragen und persönliche Gespräche.

Ebenso waren Referenten zum Thema „Duales Studium Hessen“ an die AHFS eingeladen. Hochschul- und Unternehmensvertreter sowie Studierende berichteten über die entsprechenden Möglichkeiten und standen für Rückfragen zur Verfügung. Die Moderation hatte Myriam Conrad vom Kampagnenbüro Duales Studium Hessen.

Berufliche Perspektiven

Für Einzelgespräche an unserer Schule stand zu verschiedenen Terminen Petra Rothard, Beraterin für akademische Berufe der Agentur für Arbeit Gießen, zur Verfügung. Die Klassen 10a und 10b besuchten das Berufsinformationszentrum und nahmen an einem Bewerbungstraining von Herrn Schomber (Volksbank Mittelhessen) teil. Zu diesem Zweck waren auch Vertreter der Sparkasse Gießen in der Jahrgangsstufe 11 zu Gast. Von der Schule selbst wurde schließlich wie in den Vorjahren eine Informationsveranstaltung zum Thema Lehramtsstudium angeboten.

In all diesen Veranstaltungen erhielten die Schüler/-innen wertvolle Impulse für ihre beruflichen Perspektiven.

Nützliche Einblicke ins digitale Kinderzimmer

Das Internet bietet viele Vorzüge und kaum einer kann sich die Welt noch ohne digitale Medien vorstellen. Doch sobald Kinder und Jugendliche unbeschränkt im Cyberspace unterwegs sind, wird es gefährlich. Viele Eltern fragen sich deshalb: „Was erlaube ich, was kontrolliere ich und was ist okay?“

Während eines Elternabends in der Aula der AHFS gab Günter Steppich, Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt in Wiesbaden, einen „Einblick ins digitale Kinderzimmer“ und legte der Elternschaft nahe, wie wichtig „digitale Kompetenzen“ sind, um Kindern und Jugendlichen einen souveränen, selbstständigen und sicherheitsbewussten Umgang mit dem Internet zu ermöglichen.

Jede Technologie hat ihre Schattenseiten. Alarmierend wird es in dem Moment, wenn Eltern ihre Kinder ohne „Verkehrserziehung“ ins Cyberspace schicken, ohne sie über die vielfältigen Risiken aufzuklären und ohne sie vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen. Deshalb stehen Eltern in der Pflicht, ihre Kinder bei der Mediennutzung aktiv zu begleiten und sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Allerdings fehlen der Mehrheit die grundlegenden Kenntnisse über digitale Medien und das Nutzungsverhalten ihrer Kinder. Häufig ist ihnen nicht bewusst, welche Inhalte das weltweite Netz mit wenigen Mausklicks erreichbar macht. „Das möchten und müssen wir ändern. Der einzig wirksame Jugendmedienschutz sind medienkompetente Eltern und Lehrer“, betont Steppich.

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Nützliche Einblicke ins digitale Kinderzimmer

Medienkonsum von Kindern

Schule kann durch direkte Aufklärung der Schüler dazu beitragen, viele Risiken zu vermeiden, allerdings können der Konsum jugendgefährdender Inhalte sowie übermäßige Mediennutzung nur die Eltern beeinflussen, die über die Ausstattung ihrer Kinder mit PCs, Onlinezugängen, Spielekonsolen und Multimedia-Handys entscheiden. Obwohl zahlreiche Studien belegen, wie negativ sich übermäßiger Bildschirmkonsum auf Kinder und Jugendliche auswirkt, sind diese immer häufiger in den Kinderzimmern zu finden.

Steppich, selbst Lehrer und Vater zweier Kinder, betont, dass er nicht derjenige sei, der „den Knopf sucht, mit dem man das Internet ausschalten kann. Diese Welt wird nicht mehr undigital. Unsere Kinder brauchen das Internet, allein schon aus beruflichen Gründen. Daher braucht es Regeln und Wissen, um es sicher und verantwortungsbewusst zu nutzen“.

(Quelle: Gießener Anzeiger, 22.4.2013)

AHF-Schülerinnen experimentierten

Im Gießener Raum gibt es nicht nur pfiffige junge Köpfe, sondern auch tüchtige. Dies bewies die erneut rege Teilnahme an den Regionalwettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in der Buderus-Akademie Lollar. Von der AHFS waren diesmal Eyleen Matejec, Sophie Korff und Anna Rücker (alle 6a) dabei.

Eyleen Matejec belegte in ihrem Versuchsaufbau, dass nicht nur die Teilchenkonzentration und die Molmasse einer Lösung die Hämolyse von Erythrozyten (roten Blutkörperchen) bestimmen, sondern auch die Molmasse dieser Teilchen. Für diese Erkenntnis wurde sie mit einem 1. Preis im Fachgebiet Biologie ausgezeichnet.

Sophie Korff und Anna Rücker untersuchten „Lernfähigkeit und Orientierung bei Hauskaninchen im Parcours“. An ihrem schön anzuschauenden Modell, das ihnen einen Sonderpreis einbrachte, konnten sie zeigen, dass auch „alte Hasen“ noch lernfähig sind - aber die „jungen Rotzlöffel“ sind dennoch schneller.

Auch Schulleiter Lothar Jost sprach den erfolgreichen Wettbewerbsteilnehmerinnen seine Glückwünsche aus und überreichte ihnen neben den Urkunden ein kleines Präsent als Anerkennung.

AHF-Schüler/-innen halfen Menschen in Rumänien

Einen Teil der Osterferien in einem besonders armen Teil Europas verbringen – das möchten sicher nicht viele Jugendliche. Klassische Urlaubsstimmung wird auch nicht gerade dadurch erzeugt, dass die Reise den Zweck hat, den Menschen dort Gutes zu tun. Dennoch kehrten einige Schüler/-innen der AHFS voll mit Erlebnissen aus Rumänien zurück und berichteten mit leuchtenden Augen von ihrem Aufenthalt.

Sie nahmen als Freiwillige an einem Hilfseinsatz der Organisation „Benita“ teil und besuchten unter anderem Menschen, die durch die Weihnachtspäckchen der AHFS (vgl. Magazine 117 und 118) bedacht worden waren. Was aktuell in der Region Bistrita im Norden Rumäniens von der lokalen Partnerorganisation an sozialdiakonischer Arbeit geleistet wird, konnten die Schüler/-innen der Klassen 9 und 10 sich bei ihrem Besuch ebenso ansehen wie die Offenheit der Menschen, die „Benita“ schon kannten. Im November hatte die Schulgemeinschaft der AHFS über 300 Pakete auf die weite Reise geschickt, um besonders unter Kindern Weihnachtsfreude zu verteilen.

Hilfseinsatz bleibt in Erinnerung

Zum jetzigen Hilfseinsatz hatten sich die 15 bis 16 Jahre alten Realschüler/-innen auch aufgrund ihres Unterrichts im Wahlfach Sozialdiakonie entschieden. Im Vorfeld hatten sie Informationen gesammelt und verschiedene Lösungsansätze kennengelernt, wie in einer als Armenhaus Europas bezeichneten Region sinnvoll Hilfe geleistet werden kann. Besonders berührt waren die Jugendlichen von der Not verarmter Senioren und vom Schicksal vieler Kinder, die von alten Menschen versorgt werden, da die Eltern auf der Suche nach Arbeit fern von zu Hause sind. Es konnten etliche Kinder besucht werden, die wegen der Erkrankung ihrer Großeltern auf sich allein gestellt sind und in dieser Situation für die Ablenkung durch einen ausländischen Besuch sowie für Lebensmittelspenden dankbar waren. Wie außergewöhnlich es für ein rumänisches Kind ist, eine Tafel Schokolade zu bekommen, wird den deutschen Schüler/-innen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Auch in Kinderheimen, einer Sonderschule für Kinder mit Behinderung und in einem Altenheim wurden Lieder gesungen, ein Theaterstück aufgeführt und Kontakte mit Hilfe von einheimischen Mitarbeitern, die übersetzen konnten, gesucht. Ein Heim für Kinder, in deren Familien Tuberkulose aufgetreten war, erlaubte es den deutschen Besucher/-innen, sich über Arbeitsabläufe und Betreuungsangebote zu informieren. Dass es schön war, Freude verbreiten zu können, war eine Erfahrung der jungen Leute, die über herkömmliche Urlaubsfreude hinausreicht – so ihr einhelliges Fazit.

Neue Schulfassade sorgt für bessere Stimmung

Spielende Kinder am stark befahrenen Schiffenberger Weg? Glücklicherweise sind es nur Umrisse von Kindern, die sich in bunten Farben auf einer Fassade befinden und dem vorbeifahrenden Autofahrer auffallen!

Diese Abbilder haben aber doch etwas mit echten Kindern zu tun, denn in dem Gebäude befinden sich die Grundschule sowie die Sporthalle der August-Hermann-Francke-Schule. Nachdem die Fassade in diesem Winter neu gestrichen worden war, sprühte Marcus Dörr von der Offenbacher Agentur „artmos4“ mit Hilfe von Schablonen eine Kette von spielenden Kindern in ansprechenden Regenbogenfarben auf das Gebäude. Dabei kamen, entsprechend dem Konzept der Corporate Identity, auch das Logo und die Farben der Schule zum Einsatz. Im Bereich der Fenster ergänzen dauerhaft aufgeklebte Folien die menschlichen Umrisse.

Schulleiter Lothar Jost zeigte sich beeindruckt von der Wirkung des bunten Hinguckers, als er mit Peter Becker vom Architektenteam Nemesis in Kassel die fertige Hauswand begutachtete. Becker zeichnet für den Entwurf verantwortlich, er entwickelte die Formen sowie die Positionierung der ganzen Gestaltung, die groß genug ist, um Vorbeifahrenden und Passanten auch ohne Schrift die Bestimmung des Gebäudes zu vermitteln.

links Lothar Jost, rechts Peter Becker
links Lothar Jost, rechts Peter Becker
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Lions helfen AHF-Schüler/-innen

Gutes zu tun und dabei besonders an die Jugend zu denken – das hat sich die Service-Organisation Lions Club auf ihre Fahnen geschrieben. Deshalb fördern die Mitglieder des „Lions Club Gießen Justus von Liebig“ gerne die Schulung von Lehrkräften in dem Unterstützungsprogramm „Lions Quest“. Dieses Programm, das auch unter dem Namen „Erwachsen werden“ bekannt ist, wird an der AHFS seit mehreren Jahren erfolgreich angewendet.

Schüler/-innen der Mittelstufe lernen, Verantwortung für sich selbst und für die sie umgebende Gemeinschaft zu übernehmen. Motivierende Methoden helfen dabei, die sozialen Fähigkeiten zu entwickeln, reife Beziehungen zu pflegen und dadurch frei zu sein für die Konzentration auf das schulische Lernen und anstehende Entwicklungsaufgaben.

Damit Lehrerinnen und Lehrer in all diesen Anforderungen ihren Schüler/-innen besser helfen können, werden als Fortbildung mehrtägige Wochenendseminare von speziellen Lions-Quest-Trainern angeboten. Schulleiter Lothar Jost freute sich jetzt, dass der örtliche Lions Club die Kosten für die aktuelle Schulung von drei weiteren engagierten Mitarbeitern übernahm. So ist die Zahl der in diesem Programm fortgebildeten AHFS-Lehrkräfte auf über zwanzig angewachsen.

Beim Treffen mit Professor Dr. Jörg Bottler und Alexander van der Meulen (beide Lions Club Gießen Justus von Liebig) dankte Jost für die Unterstützung, die die Unterrichtskompetenz der Lehrer/-innen erweitern hilft und so direkt jungen Menschen zugutekommt.

L. Jost, A. v. d. Meulen, J. Bottler (von links)
L. Jost, A. v. d. Meulen, J. Bottler (von links)

Schüleraustausch mit dem Wartburg College in Dordrecht

Vom 8. bis 15. April besuchten 13 Schüler/-innen der AHFS-Gymnasialklassen 9 ihre Austauschschüler/-innen am Wartburg College in Dordrecht (Niederlande).

An einem Montagvormittag brachen wir auf, um eine Woche lang den Alltag unserer niederländischen Austauschschüler/-innen mitzuerleben. Nachdem die Niederländer im letzten Herbst uns besucht und dabei unsere deutsche Heimat näher kennengelernt hatten, waren schon gute Beziehungen entstanden, die über E-Mail usw. am Laufen gehalten wurden. In den Niederlanden machten wir gemeinsam mehrere Ausflüge. Wir besuchten die Städte Dordrecht, Vlissingen und Rotterdam, waren im schönen Zeeland unterwegs und lernten so einige nette niederländische Orte kennen. Highlights wie z.B. das sonnige Wetter passend zum Strandbesuch in Vlissingen am Wochenende gab es mehrere.

Der Ausspruch „Andere Länder, andere Sitten“ trifft auch auf unser nordwestliches Nachbarland zu. Obwohl es ja wirklich nicht weit von uns entfernt ist, gibt es mehr Unterschiede, als man zuerst denkt oder als man bei einem gewöhnlichen Urlaubsaufenthalt in den Niederlanden erkennen kann. Die Sprache Niederländisch scheint ein Gemisch aus Deutsch, Englisch und eigenen Kreationen zu sein, das Essen erinnert stark an die Essgewohnheiten in den USA – es gibt viele zuckerhaltige Getränke, Schokoladenstreusel namens „Hagelslag“ als Brotbelag und viele Süßigkeiten zum Zwischendurchessen –, doch trotz dieser ungesunden Essensgewohnheiten sieht man kaum übergewichtige Menschen, was wohl auch an dem vielen Fahrradfahren liegt: Ständig, ob morgens, mittags oder abends, ist man mit dem Fahrrad unterwegs, und auch der oft lange Schulweg wird zu jeder Jahreszeit mit dem Fahrrad bewältigt.

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Schüleraustausch mit dem Wartburg College in Dordrecht

Auch das Schulsystem ist anders. Die Schule beginnt um 8.25 Uhr, und jede Stunde ist 50 Minuten lang. Die Lehrer haben hier eigene Klassenräume, was bedeutet, dass die Schüler für jedes Fach den Raum wechseln müssen. Eine Schuluniform gibt es zwar nicht, doch ist es hier in der Schule wie auch beim Gottesdienstbesuch Vorschrift, als Mädchen bzw. Frau einen Rock zu tragen.

An dem christlichen Wartburg College werden wie bei uns Andachten gehalten. Morgens sowie vor und nach dem Mittagessen, das die Schüler nach der 4. Stunde um 12.10 Uhr in Form eines Pausenbrots gemeinsam in dem jeweiligen Klassenraum einnehmen, wird in der Bibel gelesen, gebetet und manchmal auch ein Psalm gesungen.

Trotz langer Schultage und Schulwege, vielen Hausaufgaben und wenig Freizeit sind die niederländischen Schüler sehr zufrieden.

Wir Austauschschüler/-innen, sowohl Niederländer als auch Deutsche, haben die Zeit des Austauschs sehr genossen. Viele Kontakte und Freundschaften sind entstanden und werden bestimmt auch erhalten bleiben.

Selina Manke (9b)

Erfolg für die Hawks

In der Winterhallenrunde des Hessischen Baseball- und Softball-Verbandes errang die „Hawks-Jugendmannschaft I“ der AHFS einen respektablen dritten Platz. Trainer Timo Bäcker freute sich mit seinen Nachwuchssportlern.

Neue Schülerbeauftragte

In den neuen Oberstufenarbeitskreis (OAK) wurden gewählt:

Geistlicher Bereich:
Jonas Epp (10a)
Joscha Kuttler (10b)
Marlena Viehmann (11b)

Post:
Jonathan Keup (11a)
Stefan Jäger (11a)

Sport:
Frederike Fritz (11b)
Sem Lang (10a)

Vertrauensschüler:
Dana Diehl (10b)
Valerie Bonn (10b)

Public Relations:
Gunnar Schäfer (11a)

Stadtschülerrat:
Saphira Schanzer (10a)
Carina Kring (10a)

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August-Hermann-Francke-Schule

Talstr. 7
35394 Gießen
Telefon: 0641 / 73016
Telefax: 0641 / 791299
E-Mail: info@ahfs-gi.de

Unser Leitbild

Kompetent in die Zukunft

  • Beziehungen gestalten – einander wertschätzen
  • Begabungen entwickeln – individuell fördern
  • Verantwortung übernehmen – sich engagieren

Beziehungen gestalten – einander wertschätzen

Ein positives Lernklima ist gegeben, wenn Menschen in Wertschätzung miteinander umgehen. Daher investieren wir im Schulleben viel Zeit in die Pflege unserer Beziehungen. Konflikte, die auftreten, lösen wir gewaltfrei und unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten. Damit werden die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen geschaffen.

Begabungen entwickeln – individuell fördern

Fühlen sich junge Menschen in ihrem schulischen Lebensraum geborgen, sind die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen gegeben. In einem solchen Umfeld können in Ruhe Begabungen entdeckt und entwickelt werden. Da Menschen ganz unterschiedliche Talente haben, heißt christliche Pädagogik, dass Schüler/-innen durch ein breit gefächertes schulisches Angebot individuell gefördert werden.

Verantwortung übernehmen – sich engagieren

Die mit gelingenden Lernprozessen und wachsender Sozialkompetenz verknüpfte Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen erweitert deren Möglichkeiten, die erworbenen Kompetenzen für andere einzusetzen. Schüler/-innen übernehmen zunehmend Verantwortung. Sie engagieren sich für einzelne Mitschüler/-innen, ihre Klasse, die Schulgemeinschaft und sogar weltweit in Projekten für andere Menschen.

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